Neulich fragte mich ein Freund, wie er 20 Fotos von einer Konferenz in ein PDF verwandeln könnte, ohne Software zu installieren. Eine Stunde später hatte er sein fertiges PDF. Hier sind fünf praktische Methoden, die ich regelmäßig nutze - ohne Adobe Acrobat oder ähnliche Programme.
Methode 1: Online-Konverter - Die schnellste Lösung
Online-Tools sind meine erste Wahl für gelegentliche Konvertierungen. Der große Vorteil: Sie funktionieren auf jedem Gerät mit Browser.
BildzuPDF ist meine bevorzugte Option. Sie können mehrere Bilder auf einmal hochladen, die Reihenfolge per Drag-and-Drop anpassen und in einem Schritt konvertieren. Keine Werbung während der Konvertierung, keine Registrierung erforderlich. Die Dateien werden nach der Verarbeitung automatisch gelöscht - wichtig bei sensiblen Dokumenten.
Andere bekannte Tools wie Smallpdf, iLovePDF und PDF24 funktionieren ähnlich, haben aber oft Limits für kostenlose Nutzer. Meist sind Sie auf 2 Dateien pro Stunde oder eine maximale Dateigröße beschränkt.
Diese Methode eignet sich besonders für schnelle Konvertierungen unterwegs oder am fremden Computer. Nicht ideal ist sie, wenn Sie regelmäßig hunderte Bilder verarbeiten müssen.
Ein Privatsphäre-Tipp: Achten Sie darauf, dass der Anbieter angibt, Dateien nach der Verarbeitung zu löschen. Bei vertraulichen Dokumenten sollten Sie lokale Lösungen bevorzugen.
Methode 2: Smartphone-Apps - Perfekt für unterwegs
Ich scanne oft Dokumente mit dem Smartphone - Quittungen, Verträge, Whiteboards nach Meetings. Diese Apps sind dafür perfekt.
Auf iOS können Sie die vorinstallierte Dateien-App nutzen. Sie kann mehrere Fotos zu einem PDF kombinieren. Wählen Sie einfach mehrere Bilder in der Fotos-App aus, tippen Sie auf Teilen und wählen Sie In Dateien speichern. Wählen Sie dann Als PDF sichern.
Noch besser ist die Notizen-App mit ihrem eingebauten Dokumentenscanner. Öffnen Sie eine Notiz, tippen Sie auf das Kamera-Symbol und wählen Sie Dokument scannen. Die App erkennt automatisch Dokumentkanten, korrigiert die Perspektive und speichert alles als PDF.
Unter Android hat Google Drive einen ähnlichen Scanner eingebaut. Öffnen Sie die Drive-App, tippen Sie auf das Plus-Symbol und wählen Sie Scannen. Nach dem Scannen können Sie weitere Seiten hinzufügen und als PDF speichern.
Für erweiterte Funktionen ist Adobe Scan eine gute kostenlose Option. Es erkennt Textkanten automatisch, korrigiert Lichtverhältnisse und kann sogar mehrseitige Dokumente in einem Durchgang erfassen.
Diese Methode ist perfekt für spontane Dokumentationen. Ich nutze das Smartphone vor allem für Rechnungen, Visitenkarten und handschriftliche Notizen.
Methode 3: Integrierte Betriebssystemfunktionen
Die meisten modernen Betriebssysteme können PDFs erstellen, ohne zusätzliche Software. Unter Windows 10 und 11 öffnen Sie ein Bild im Standard-Foto-Viewer, klicken auf Drucken und wählen Microsoft Print to PDF als Drucker. Das war's schon.
Für mehrere Bilder wählen Sie alle gewünschten Dateien aus, klicken mit rechts, wählen Drucken und wieder Microsoft Print to PDF.
Auf macOS öffnen Sie ein oder mehrere Bilder in der Vorschau-App. Wählen Sie Datei, dann Drucken, klicken unten links auf PDF und wählen Als PDF sichern. Noch praktischer: Sie können mehrere Bilder in einem Vorschau-Fenster öffnen, per Drag-and-Drop sortieren und dann alle zusammen als PDF exportieren.
Diese Methode ist ideal, wenn Sie am eigenen Computer arbeiten und keine Internetverbindung benötigen. Die Qualität ist meist sehr gut, da keine Komprimierung durch Online-Services stattfindet.
Methode 4: Google Drive - Für die Zusammenarbeit
Google Drive kann nicht nur PDFs speichern, sondern auch erstellen. Diese Methode nutze ich, wenn ich mit anderen zusammenarbeite.
Laden Sie Ihre Bilder in einen Google Drive Ordner hoch. Öffnen Sie Google Docs, erstellen Sie ein neues Dokument und fügen Sie die Bilder ein - per Drag-and-Drop oder über Einfügen und Bild. Sortieren Sie die Bilder nach Wunsch, dann wählen Sie Datei, Herunterladen und PDF.
Der Vorteil: Mehrere Personen können gemeinsam an einem Dokument arbeiten, Bilder hinzufügen oder entfernen. Das fertige PDF kann direkt aus Drive geteilt werden.
Der Nachteil: Sie brauchen Internet und ein Google-Konto. Die Formatierung ist manchmal umständlich, wenn Bilder unterschiedliche Größen haben.
Diese Methode eignet sich für Team-Projekte, bei denen mehrere Personen Bilder beisteuern. Auch praktisch, wenn das PDF später online geteilt werden soll.
Methode 5: Browser-Druckfunktion - Überall verfügbar
Die universellste Methode funktioniert mit jedem Browser auf jedem Betriebssystem. Öffnen Sie Ihre Bilder in Browser-Tabs, indem Sie sie per Drag-and-Drop in den Browser ziehen. Für jedes Bild machen Sie einen Rechtsklick, wählen Drucken und dann Als PDF speichern. Das funktioniert mit Chrome, Firefox, Safari und Edge.
Für mehrere Bilder können Sie eine einfache HTML-Datei erstellen, die alle Bilder untereinander anzeigt. Öffnen Sie diese im Browser und drucken Sie die ganze Seite als PDF.
Diese Methode dient als Notlösung, wenn sonst nichts verfügbar ist. Nicht ideal für viele Bilder, da jedes einzeln gedruckt werden muss, außer Sie erstellen die HTML-Datei.
Welche Methode passt zu welchem Szenario?
Für schnelle Einzelkonvertierungen nutzen Sie ein Online-Tool wie BildzuPDF. Einfach hochladen, konvertieren, fertig. Unterwegs mit dem Smartphone eignen sich die iOS Notizen-App oder der Android Google Drive Scanner.
Wenn Sie viele Bilder in höchster Qualität verarbeiten möchten, nutzen Sie macOS Vorschau oder Windows Print to PDF. Hier gibt es keine Komprimierung durch Upload.
Für Team-Arbeit empfiehlt sich Google Drive oder Docs. Sie können gemeinsam bearbeiten und direkt teilen. An einem fremden Computer ohne Admin-Rechte funktioniert die Browser-Druckfunktion überall.
Tipps für bessere Ergebnisse
Unabhängig von der gewählten Methode sollten Sie ein paar Dinge beachten. Sortieren Sie vorher: Benennen Sie Bilder vor der Konvertierung sinnvoll, zum Beispiel 01-erste-seite.jpg, 02-zweite-seite.jpg. Die meisten Tools sortieren alphabetisch.
Achten Sie auf einheitliche Ausrichtung. Drehen Sie alle Bilder vor dem Upload in die richtige Richtung. Nachträgliches Drehen im PDF ist umständlich.
Beachten Sie die Komprimierung: Manche Online-Tools komprimieren Bilder automatisch. Für hochwertige Scans sollten Sie lokale Methoden nutzen.
Optimieren Sie die Bildgröße: Ein 20-Megapixel-Foto aus der Kamera ist übertrieben für ein PDF-Dokument. Skalieren Sie auf sinnvolle Größen.
Fazit: Sie brauchen keine teure Software
Die Zeiten, in denen man Adobe Acrobat brauchte, um Bilder in PDFs zu verwandeln, sind vorbei. Mit den hier beschriebenen Methoden kommen Sie in 99 Prozent der Fälle aus - kostenlos und ohne Installation.
Meine persönliche Empfehlung: Lernen Sie die integrierten Funktionen Ihres Betriebssystems kennen, also macOS Vorschau oder Windows Print to PDF. Für alles andere nutzen Sie ein zuverlässiges Online-Tool wie BildzuPDF.
Probieren Sie es aus: Gehen Sie zu bildzupdf.com/converter, laden Sie ein paar Bilder hoch, sortieren Sie diese nach Belieben und erstellen Sie Ihr PDF. Der ganze Prozess dauert weniger als eine Minute.